Encyme Linked Immune Sera Assay (ELISA) und der Western Blot Test sind Blutserumtests. Sie untersuchen das Blut auf die Anzahl der vorhandenen Antikörper.

Das Nachweisen von Borrelien anhand von Antikörpern im Blut ist nicht einfach, alleine schon deshalb, weil es viele verschiedene Borrelienstämme gibt, die unterschiedliche serologische Muster erzeugen.

Üblicherweise wird beim Arzt erst der ELISA Test vorgenommen. Ist dieser positiv, testet man zusätzlich mit dem empfindlicheren Western Blot-Test.
Bei einem Vergleich der Testresultate auf Borreliose von 516 Teilnehmern am Wisconsin State Laboratory of Hygiene mit Blutserumtests gab es bis zu 55 Prozent Falschdiagnosen. Es wurden sowohl nicht Infizierte als Infiziert festgestellt als auch Infizierte als nicht infiziert. Oft brachten sogar identische Blutproben unterschiedliche Ergebnisse. Dies ist nachzulesen im Journal of Clinical Microbiology, 1997, 35 (3): 537-43.
Diese Tests sind also eher nicht so aussagekräftig. Wichig zu wissen ist auch, daß die getesteten Antikörper sich frühestens 3 Wochen nach einer Infektion bilden. Wird man in der ersten oder zweiten Woche nach der Ansteckung getestet, wird diese nicht erkannt. Ebenso andersherum, denn die einmal gebildeten Antikörper verbleiben jahrelang im Körper. So werden eventuell schon lange Gesundete positiv getestet, obwohl sie keine Borrelien mehr in sich tragen. Auch Verwechlungen bei der Diagnose mit Infektionen wie Syphilis, Herpes oder des Epstein-Barr-Virus gab es lt. dem „Lyme-Borreliose: Merkblatt für Ärzte“, herausgebracht BgVV und RKI, Köln, 1996.