Formveränderung

Borrelien sind polymorph, können also mehrere Formen annehmen. Bei Nährstoffmangel oder um sich vor Angriffen, wie zb Antibiotika oder dem Immunsystem, zu schützen, rollen sie sich zu einer Kugel zusammen. Dazu werfen sie ihre Zellwand ab. In dieser Form warten sie bis zu 10 Monate lang ab, bis sich das Milieu wieder für sie bessert. Während dieser Zeit haben sie allerdings keinen Stoffwechsel und teilen sich nicht. Da sich bei den meisten Menschen bereits Antibiotika im Körper befindet wenn die Borellien einziehen (durch frühere Antibiotikagaben, Fleischkonsum und Leitungswasser), begeben sie sich in der Regel sehr schnell in diese Form.

Verkleiden – Molekulare Mimikry

Ganz schön schlaue Kerlchen, diese Borrelien. Sie können sich nicht nur mittels ihrer Kugelform verstecken, sondern schlüpfen auch in B-Lymphozyten, das sind unsere Abwehrzellen, hinein und nutzen diese als Verkleidung. So bleiben sie vom Immunsystem unerkannt. B-Lymphozyten bilden im Normalfall Antikörper gegen körperfremde Eindringlinge. Erkennt das Immunsystem trotz der Maske, daß eine Borrelie dahintersteckt, kann es passieren, daß sie dann nicht nur die Borrelie sondern auch umliegende eigene Zellen Gewebe in der Nähe angreift, da sie nicht klar unterscheiden kann zwischen echter und verkleideter Zelle. So entsteht eine Autoimmunreaktion. Es wirkt oberflächlich betrachtet, als würde sich der Körper selber angreifen, in Wahrheit wehrt er sich jedoch gegen Eindringlinge.

Verstecken

Da sie sich sowieso in sauerstoffarmen Bereichen wohler fühlen, verstecken sie sich in Gewebe.

Ablenkung

Borrelien verwirren die Immunabwehr, indem sie Teile ihrer eigenen Gene kopieren, sie in ihre Zellwand einbauen, dann abzwicken und absondern. Diese sogenannten Blebs lenken die Abwehrzellen ab und halten sie beschäftigt.