Das Erythema chronicum migrans

Die sogenannte Wanderröte, lateinisch Erythema chronicum migrans, ist ein kreisförmiger Ausschlag, der sich einige Tage bis 10 Wochen rund um die Biss- bzw. Einstichstelle bildet und nach außen wandert, also immer größer wird. Nach einigen Tagen bis Wochen verschwindet er wieder. Er ist für Ärzte ein eindeutiges Zeichen einer Infektion mit Borrelien.

Borreliose, mit oder ohne Wanderröte

Allerdings bekommt nicht jeder, der sich mit Borrelien infiziert, diesen Ausschlag, nur etwa 50 Prozent. Sie zeigt aber, daß das Immunsystem gut funktioniert und die Eindringlinge bekämpft.

Der Naturheilpraktiker Dr. Dieter Berweiler schreibt auf Seite 18 in seinem eBook „Therapieplan für die erfolgreiche naturheilkundliche Borreliose-Behandlung“:

Das Erythema migrans – die Wanderröte – gilt als sicheres Zeichen für eine Infektion mit Borrelien nach einem Zeckenstich. Dies ist leider falsch. Die Wanderröte ist eine körperliche Reaktion, an der man erkennen kann, dass das körpereigene Immunsstem auf einen Erreger reagiert. Welcher Erreger das ist, ist so leider nicht erkennbar. Es könnte auch irgendein anderes Bakterium sein, ein anderer Parasit, oder einfach nur ein anderes Fremdeiweiß, das beim Stich oder z.B. beim oder nach dem Entfernen der Zecke in die Stichstelle gelangt ist.

und weiter:

Jedoch beweist das Fehlen des Erythema migrans nicht, dass es nicht zur Infektion mit Borrelien oder einem anderen Erreger gekommen ist. Wie bereits erwähnt, ist das Erythema migrans die Antwort des körpereigenen Immunsystems. Ist dieses Immunsystem – warum auch immer gestört – fehlt die Immunantwort […]. Auch beim Fehlen des Erythema migrans kann es zu einer Infektion mit Borrelien gekommen sein.

Kurzum: meine Wanderröte hat mir gezeigt, daß etwas in meinen Körper gekommen ist, das dort nicht hingehört. Mein Immunsystem hat es abgewehrt. Gut, soviel war mir auch schon klar, als ich die eingekreiste Stich- oder Bisstelle zum ersten Mal sah, noch bevor ich angefangen habe, mich mit Borreliose zu beschäftigen. Daß es tatsächlich Borrelien waren, bestätigten mir zwei Dunkelfeldmikroskopie-Aufnahmen, die ich bei verschiedenen Instituten durchführen ließ, mit einem Abstand von wenigen Monaten.

Natürlich will man wissen, ob man jetzt Borreliose hat oder nicht. Ist schließlich keine Nebensächlichkeit. Hat man Symptome, dann will man die Ursache dafür kennen. Im Grunde aber, denk ich, muss man so oder so auf seine Gesundheit achten. Entgiftung, Entsäuerung, Abstinenz von Nikotin, Koffein und eine gesunde Lebensweise sind unumgehbar, wenn man bis ins hohe Alter gesund bleiben möchte. Sicher ist es eine Hürde, wenn man zusätzlich erst Borrelien loswerden muß, aber der Weg zu strahlender Gesundheit bleibt insgesamt derselbe.