Borrelien belasten den Körper durch ihre Anwesenheit. Nisten sie sich in tieferen Geweben ein wie Gelenken, Augen etc., dann verursachen sie dort Schmerzen und Schäden. Das Immunsystem arbeitet (hoffentlich) auf Hochtouren und hat dadurch weniger Ressourcen für andere Aufräumarbeiten. Es wird durch Versteckspielchen und Tarnungsmanöver der Spirochäten beschäftigt gehalten.

Neurotoxine

Die abgestorbenen Spirochäten müssen ausgeleitet werden, was Leber, Niere, Galle und andere Ausscheidungsorgane stark beansprucht. Diese zerfallenen Bakterien sind sogenannte Endotoxine, das sind Gifte (in diesem Fall Oberflächenproteine (Osp) und Lipoproteine), die bei Zerstörung der Bakterienzelle freigesetzt werden. Diese Oberflächenproteine (Braun’s lipoprotein, kurz BLP) regen die übermäßige Ausschüttung von entzündungsfördernden Zytokinen, das sind Proteine, die Intensität und Dauer der Abwehr regeln. Sie werden im Fett gespeichert und über die Galle wieder in den Darm resorbiert.
Sie zirkulieren also im Körper und lösen immer wieder entzündliche Reaktionen aus. Eine ordentliche Sauerstoffzufuhr zum Gewebe ist unterbunden, was die Heilung wiederum erschwert. Zusätzlich treten sie mit Schwermetallen und anderen Giften im Körper in eine Synergie, das heisst, sie fördern sich gegenseitig und die Wirkung beider wird verstärkt.
Laut Scott Taylor, dem Autor des Buches „Lyme-Disease“ haben diese Gifte starken Einfluss auf die Neurotransmitter.